Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
Durch die Gründung des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden stellt sich die Max-Planck-Gesellschaft einer neuen Herausforderung biologischer
Forschung, der molekularen Zellbiologie im post-genomischen Zeitalter. Das Institut befindet sich im Herzen des Dresdner Stadtteils Johannstadt. Der Bau des Institutsgebäudes begann im Frühjahr 1999 und wurde Ende des Jahres 2000 fertig gestellt. Seit Februar 2001 arbeiten Wissenschaftler aus 26 Ländern unter einem Dach. Die im Endausbau insgesamt 350 Mitarbeiter teilen sich in 25 Forschungsgruppen auf, die sich auf unterschiedliche Themen der Zellbiologie konzentrieren.
Das Instituts- bzw. Laborgebäude als dominierender 4-geschossiger Hauptbaukörper besteht aus zwei identischen, in der Fläche nahezu quadratischen Gebäudeteilen mit einer dazwischen liegenden Eingangshalle.
Die mit dem Laboreinrichtungssystem DELTA 30 von Wesemann ausgestatteten
Laborbereiche des Instituts gliedern sich in folgender Weise: Im Untergeschoss
und im 1. Obergeschoss befinden sich Servicebereiche zur Ver- und Entsorgung
sowie übergeordnete Spezialbereiche, im 2. bis 4. Obergeschoss sind die
Forschungslabore der Abteilungen angeordnet, wobei in den Etagen jeweils
ein Gebäudeflügel eine Abteilung beheimatet. Die sogenannte "homebase",
Abteilung eines Direktors, strukturiert sich wiederum in Arbeitslabore
und Servicelabore. Die vier Forschungsgroßlabore der Abteilungen sind
drei Arbeitsgruppen und der Arbeitsgruppe des Direktors zugeordnet. Zu
einem Großlabor gehört das Büro des Arbeitsgruppenleiters sowie ein vom
Labor durch eine Glaswand getrennter Schreibbereich. Dort sind die Schreibplätze
linear am Fenster angeordnet und die zugehörige Regalfläche als Sideboard
vor der Trennwand zum Labor realisiert. Der Schreibbereich ist so dimensioniert,
dass die Arbeitsplätze auch senkrecht zur Fassade angeordnet werden können.
Im Labor wurden personenbezogene Arbeitsplätze, eine flurseitige Lagerregalzone
sowie ein Bereich für den Umgang mit Gefahrstoffen, bestehend aus Laborabzug
und dauerabgesaugten Spezialschränken für die Lösungsmittel- Ver- und
Entsorgung, geschaffen. Die Abteilungen ("homebases") sind als Ganzes
nach Sicherheitsstufe S1 gemäß Gentechniksicherheitsverordnung (GenTSV)
eingestuft. Jede Abteilung verfügt über einen Zellkulturbereich, der für
Arbeiten nach Sicherheitsstufe 2 GenTSV geeignet ist. Für Arbeiten mit
radioaktiven Stoffen wurden weiterhin zwei Arten von Isotopenlaboren eingerichtet,
zu denen jeweils ein +4°C Kühlraum gehört.
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